Mittwoch, 21.09.2022

Alarmstufe ROT: Krankenhäuser in Gefahr

Mit der bundesweiten Kampagne „Alarmstufe ROT – Krankenhäuser in Gefahr“ macht die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) seit dem 05.September auf die massive wirtschaftliche Bedrohung der Krankenhauslandschaft aufmerksam.

Nachdem bereits die Pandemie eine finanzielle Belastung für die Krankenhäuser dargestellt hat, folgt nun die Inflation und die enorm gestiegen Energiepreise. Da die Kliniken für ihre Leistungen im Fallpauschalen-System nur Festpreise verlangen dürfen, können die Mehrkosten nicht an die entsprechenden Kostenträger weitergegeben werden.  Für das Jahr 2022 hat man lediglich eine Steigerung der Einnahmen von 2,32 Prozent festgelegt, die Inflationsrate liegt jedoch bereits bei 8 Prozent und wird voraussichtlich noch auf 10 Prozent steigen.

Hinzu kommt noch der chronische Personalmangel, Personaluntergrenzenvorgaben und die ausbleibende Investitionskostenfinanzierung der Länder.

Neben kurzfristigen Hilfen benötigen die Krankhäuser langfristige Struktur- und Finanzierungsreformen.

Die DKG fordert einen Inflationsausgleich, um die stark gestiegenen Ausgaben der Kliniken ausgleichen zu können.

Wenn die Politik hier nicht zeitnah handelt, droht bereits im Herbst eine Versorgungskrise im Krankenhausbereich.

 

 

Auch die Bevölkerung kann dabei helfen, den Krankenhäusern mit ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Die DKG hat eine Onlinepetition gestartet http://openpetition.de/!AlarmstufeRot .

Bitte leisten Sie Ihren persönlichen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung und unterstützen Sie die Petition.

Mehr zur Kampagne erfahren Sie auf der Seite der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

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